Zeit für effiziente Lösungen.

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ERDGAS ODER ERNEUERBAR?

Nicht entweder oder: Erneuerbares ERDGAS.

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Power-to-Gas ist ein revolutionäres Verfahren, um den weiteren Ausbau und vor allem die sinnvolle Nutzung erneuerbarer Energien zu ermöglichen. Der erfolgreich erprobte Prozess wandelt Strom unter Zugabe von Wasser und CO2 in Gas um. Dadurch sind wir heute in der Lage, die aus Wind und Sonne gewonnene Energie zu speichern. Das ist die Lösung eines der grundlegendsten Probleme der Energiewende.

Wind und Sonne sind nicht planbar. Also auch nicht der Strom, den wir aus ihnen gewinnen. Diese Unplanbarkeit strapaziert das Stromnetz und verursacht Kosten. Zu oft kommt es dazu, dass Windkraftanlagen vom Netz genommen werden müssen, weil dieses Netz ihre Energie nicht aufnehmen kann. Die Rotoren stehen also müde im Wind – und unsere Energiewende im Regen. Aber es gibt eine Lösung: Mit dem Power-to-Gas Verfahren kann aus dem Verlust ein Gewinn werden, indem überschüssiger Ökostrom zu ERDGAS umgewandelt wird. Das kann dann im Erdgasnetz transportiert und nahezu beliebig gespeichert werden.

Die gewonnene Energie kann als regeneratives Gas flexibel in den Sektoren Strom, Wärme und Verkehr zum Einsatz kommen. Weil es aus erneuerbarem Strom erzeugt ist, ist das regenerative Gas CO2-neutral. Das bedeutet: Das Power-to-Gas-Verfahren kann die Batterie der Energiewende sein, denn mittels Umwandlung in Gas kann in allen Sektoren der CO2-Ausstoß erheblich reduziert werden.

Die Nutzung der Power-to-Gas-Technologie baut auf bestehender Infrastruktur auf: Deutschland hat eines der dichtesten Gasnetze in ganz Europa, das das erzeugte Gas einfach zu allen Abnehmern transportieren kann. So wird der viel zu langsam vorangehende und sehr kostenintensive Ausbau von Stromtrassen erheblich entlastet.

Mit deutscher Innovationskraft kann diese Technologie weiter vorangetrieben werden. Die erste Power-to-Gas-Anlage der Welt entstand in Baden-Württemberg. Mittlerweile gibt es bereits mehr als 20 Anlagen in Deutschland, Tendenz steigend. Power-to-Gas ist ein hochinnovatives Verfahren, bei dem Deutschland auch seine Technologieführerschaft in der Welt ausbauen kann und sollte.


 

Mit WindGas Hamburg erproben HanseWerk, E.ON und weitere Partner die Power-to-Gas-Technologie als Speichertechnologie für die Energiewende. Dabei wird überschüssiger Windstrom über das Prinzip der Elektrolyse in gasförmigen Wasserstoff umgewandelt und so ins Erdgasnetz eingespeist. In der Leistungsklasse von 1,5 MW gilt der innovative PEM-Elektrolyse-Stack von Hydrogenics als kompaktester seiner Art.

WOHIN BLOß MIT DEM ÖKOSTROM?

Wie Mikroben das größte Problem der Energiewende lösen.

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Viessmann, einer der führenden Hersteller von Heiz-, Industrie- und Kühlsystemen, betreibt am Unternehmensstammsitz im hessischen Allendorf seit 2015 eine Power-to-Gas-Anlage. Hier wird das Verfahren tagtäglich eingesetzt, um aus überschüssigem erneuerbarem Strom regeneratives ERDGAS zu machen. In einem ersten Schritt wird aus Wasser Wasserstoff hergestellt, im zweiten Schritt wird das dann durch Zugabe von Kohlendioxid auf mikrobiologischem Wege zu ERDGAS umgewandelt.

Die Anlage ist auf eine Energiemenge von 35.000 kWh pro Monat ausgelegt. Das Gas hat einen Methangehalt von über 98 Prozent, ist also sehr rein und hat damit einen sehr hohen Energiegehalt. Der TÜV Süd hat das Gas bereits als nachhaltigen Kraftstoff für Erdgasfahrzeuge zertifiziert. Mit dem in einem Jahr erzeugten ERDGAS schafft es ein Erdgas-Auto 750.000 km weit.

Was Viessmann damit unter Beweis stellt, ist aber mehr als nur die technische Machbarkeit, in dem aus Strom Gas wird. Es ist vielmehr noch ein konkretes Beispiel für die sogenannte Sektorkopplung, also die Verbindung aller Bereiche des Energiebedarfs: Strom, Wärme und Verkehr. Das ist stufenloser Klimaschutz – mit Erdgaslösungen.


 

Power-to-Gas-Anlage Allendorf (Eder), Quelle: Viessmann

WANN KOMMT DIE BATTERIE DER ENERGIEWENDE?

Grünes Gas als Öko-Energie anerkennen.

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Die Vorteile des Power-to-Gas-Verfahrens liegen auf der Hand: Es entlastet den massiv schleppenden Ausbau von Stromtrassen, es beendet die Verschwendung von Strom aus erneuerbaren Energien und es erlaubt uns, die Sektoren miteinander zu verbinden und so erst die Energiewende zum Erfolg zu führen. Kurz: Es ist eine der besten Klimaschutz-Technologien, die es gibt.


Absurd:

Trotz dieser zahlreichen Vorteile sind die politischen Rahmenbedingungen für diese zukunftsweisende Technologie völlig unzureichend. Aktuell gibt es in Deutschland mehr als 20 Power-to-Gas-Projekte. Die reichen aber nicht, um die gesamten Mengen an Ökostrom-Verlusten wegen fehlender Netzkapazität aufzufangen. Wir brauchen mehr davon, und wir brauchen es in größerem Maßstab. Die Politik muss die Forschung und Entwicklung im Bereich der Power-to-Gas-Technologie weiter fördern. Hier geht es auch um die Technologieführerschaft des Standortes Deutschland.

Doch es geht nicht nur um den Prozess, es geht ebenso um das Produkt. Zukunft ERDGAS fordert: Power-to-Gas-Energie muss als Bioenergie und Energiespeicher anerkannt werden. Weil Power-to-Gas in Verbindung mit der Erdgasinfrastruktur der Schlüssel für das Erreichen unserer selbst gesetzten Klimaziele ist.